Tipps zum Einüben des neuen Herzsutra (deutsch)

Hier habe ich einige Tipps zusammengetragen, wie man alleine oder noch schöner in der Gruppe das neue Herzsutra („Die Einsicht, die uns an das andere Ufer bringt“) einstudieren kann. Klicke jeweils auf den Link für die angesprochenen Dateien.

Übungsmaterial

  • Eine Übungs-Aufnahme zum Anhören (mp3, 90bpm, mit Modifikation bzgl. „sechs Sinnesorgane“)
  • Die Noten mit Vorschlag zur Unterteilung in Übungsabschnitte: Herzsutra-Noten.pdf
  • Die Noten zum vorspielen lassen mit MuseScore (OpenSource, kostenlos und ohne Werbung). Beim Üben in der Gruppe am besten mit Beamer an die Wand projezieren und soweit möglich vergrößern (Strg + Rollrad). Die jeweils gespielten Noten werden blau hervorgehoben und das Fenster wird automatisch mitgerollt, auch bei Schleifen.

Tipps zum Bedienen von MuseScore

  • Übersicht der Einstellungen für MuseScore incl. Wiedergabepult, Mischpult und Synthesizer:

  • mit Ansicht >> Mischpult als Instrument „Yamaha Grand Piano“ auswählen,

  • mit Ansicht >> Wiedergabepult das Tempo nach Belieben reduzieren, z. B. auf 90 bpm.
  • Im Wiedergabepult oder im Synthesizer kannst du auch die Gesamt-Lautstärke anpassen indem du mit dem Mauszeiger über die Lautstärkeanzeige fährst und dann das Rollrad nach oben oder unten drehst.
  • Das Notenblatt kannst du durch Drücken und Halten mit der linken Maustaste verschieben wie ein Blatt Papier. Dabei aber NICHT auf Noten klicken!
  • Bessere Alternative ist das Verschieben nach oben und unten mit dem Rollrad der Maus, und mit Shift-Rollrad nach rechts und links.
  • Das automatische Nachführen beim Vorspielen hält immer den aktuellen Ausschnitt im Focus, einschaltbar mit dem hier markierten Knopf:

  • Einen Bereich kannst du mit der linken Maustaste von Takt zu Takt markieren (nicht auf die Noten klicken, sondern auf die Zwischenräume), bewährt haben sich die markierten Abschnitte, z. B. von A-B, dann B-C, usw.. Dabei so vorgehen wie in einem Textprogramm (d.h. Anfang markieren, dann zum Ende scrollen und mit gedrückter Shift-Taste den End-Takt markieren). Falls das nicht klappt, die eckigen klammern benutzen („[“ für Anfang und „]“ für Ende):
  • Den markierten Bereich dann mit dem Dreieck Symbol oben abspielen.
  • Mit dem Kreispfeil (unterhalb des Dreiecks, siehe rechts unten) wiederholt das Programm den markierten Abschnitt immer wieder bis zum Drücken des Pause Symbols – ideal zum Einüben! Und weil immer ganze Takte markiert werden, kommt man nicht aus dem Rhythmus, auch wenn die Übungsabschnitte innerhalb eines Taktes beginnen oder enden.
  • Hilfreich beim Üben ist auch sich den 2/2 Takt über ein Metronom einspielen zu lassen. Dazu im Wiedergabepult das entsprechende Symbol (siehe screenshot rechts blau gefärbt) drücken. Das Symbol darüber (blaue Hand mit Taktstock) aktiviert das Anzählen bei Wiedergabebeginn.
  • Die Lautstärke des Metronoms relativ zur Melodie läßt sich mit dem Synthesizer anpassen:

  • Wenn du nach einigen Durchläufen die Melodie ausblenden willst, aber das Metronom soll weiterlaufen, dann am besten über den Mischpult die Melodielautstärke runterdrehen. Dazu die Maus in den Kreis bewegen, drucken und nach unten ziehen:

Zum Ablauf

  • Einen Übungsabschnitt erstmal vorspielen lassen (Melodie und Metronom), beim zweiten Durchlauf dann Mitsingen, soweit möglich. Weitere Durchläufe mitsingen, bis es „flutscht“, fünf Mal oder mehr. Dann 3 Mal ohne vorgespielte Melodie aber mit Metronom (dazu Mischpult die Melodielautstärke runterdrehen wie oben beschrieben).
  • Genauso mit den 2. und 3. Abschnitt. Dann die ersten drei Abschnitte in einem Stück singen. Ggf. zuerst mit Melodieunterstützung, dann ohne, aber immer mit Metronom, das ist eine große Hilfe.
  • Beim Üben in der Gruppe nach ca. 45 Minuten die erste Pause, dann die Abschnitte D-G wie oben beschrieben. Pause und dann der Rest. Das Gatha zum Schluss soll 3 Mal gesungen werden und nicht wie markiert nur 2 Mal. Die Musescore Datei zum Üben habe ich entsprechend angepasst.
  • Nach einer weiteren Pause das Lied als ganzes Üben, mit der Abfolge von oben, d.h. zuerst mit Melodieunterstützung, dann versuchen ohne. Stolperstellen markieren und separat üben.
  • Diese Vorgehensweise entspricht einer Gesamtdauer von ca. 4 Stunden, allerdings für eine Gruppe von „normalen“ Sängern ohne Gesangsausbildung.

Tiefer in den Sinn des Textes einsteigen

  • Der Kommentar von Thay zu seiner „Neu-Übersetzung“
  • Das Buch von Thay über das Herzsutra: Mit dem Herzen verstehen
  • Das Prajnaparamita Herz Sutra

    MensSana (13.12.2010), Taschenbuch, 80 Seiten, € 8,99

    In vielen spirituellen Traditionen ist das Herz Sinnbild für ein umfassendes, ganzheitliches Verständnis der Lebenswirklichkeit. Ein solches Verständnis zu wecken ist auch das Anliegen des vietnamesischen Zen-Meisters Thich Nhat Hanh. In diesem Buch geht es ihm um unser Verbundensein mit allen Dingen. Dieses Verbundensein mit allen Sinnen zu erfahren, bedeutet zu verstehen, dass wir alle Teil einer lebendigen Wirklichkeit sind, in der es nur Kontinuität, damit also keinen Tod gibt. Ein solches Verständnis gibt Raum für eine ganz neue Zuversicht dem Leben gegenüber.


Ich möchte schließen mit den Worten von Thay:

„Liebe Familie, ich hoffe, dass ihr Freude daran haben werdet, die neue Form des Herz-Sutra in deutscher Sprache zu praktizieren.
Mit Liebe und Vertrauen,
Euer Lehrer“

 

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