Impressionen vom Maitreya Fest

Das erste Maitreya Fest in den neuen Räumen! Der Tag begann mit einer stillen und einer geleiteten „Friedens“-Meditiation. Dann versuchten wir uns erneut am Herz-Sutra, wobei wir von Thomas erfuhren, warum bei den Noten keine Tonlängen und auch keine Taktstriche angegeben sind (Es ist kein Lied, sondern ein gesprochener Text, bei dem nur die Tonhöhen vorgegeben sind, der Rhythmus sich aus dem Sprachrhythmus ergibt, die Kids nennen sowas heutzutage Rap oder Hip-Hop).

In der Teerunde begrüßten wir die neuen Freunde und Gäste, die bis von Dorfen und Murnau zu uns kamen: Marita, Gabi und Angelika.

Den Fest-Vortrag hielt Ilona, die spirituelle Leiterin der GAL e.V., zum Thema „Frieden und Zufriedenheit“. Die obige Friedens-Meditation von Ayya Kema hatte uns schon darauf eingestimmt. Als Weiterführung zu diesem Thema gibt es von Thich Nhat Hanh das BuchInnerer Friede – Äußerer Friede, Persönliche Erfahrungen und Erkenntnisse aus der Friedensarbeit.“.

Nach der Gehmediation, bei der wir zum ersten Mal in diesem Winter den Schnee unter unseren Füßen knirschen hörten, begann dann die feierliche Zeremonie zum Maitreya Fest.

Während wir draußen unterwegs waren, hatten drinnen einige fleißige HelferInnen aus den mitgebrachten Speisen ein zauberhaftes Buffet angerichtet. Außerdem hatten sie die Sitzkissen in einem großen Oval angeordnet (dank des wunderbar großen Raumes gab es diesmal keine Platzprobleme, waren doch fast 50 Personen unterzubringen).

Zur Zeremonie gehört neben dem Darbringen eines weiteren Räucherstäbchens auch das „Weitergeben der Leuchte“ ausgehend von der großen Kerze auf dem Altar. Auf diesem hatte diesmal ein Bild von unserem lieben Karl Schmied seinen Platz gefunden. Madeleine erinnerte in einer Schweigeminute, was wir ihm alles zu verdanken haben: Die Gemeinschaft für achtsames Leben mit ihren Meditationskreisen, die Intersein-Zeitschrift, den Maitreya-Fonds, das Intersein Zentrum, …

Angesichts der immer lauter knurrenden Mägen erklärte Madeleine schließlich das Buffet für eröffnet. Die Salate aus Reis, Nudeln, Hirse ließen einem schon das Wasser im Mund zusammenlaufen, dazu noch viele andere Köstlichkeiten wie Zwiebelkuchen, Bratlinge, Tofu in Nori, … . Wer dann noch Platz hatte konnte mit den Nachspeisen weitermachen: Mouse au Chocolat, diverse Plätzchen, Lebkuchen, Stollen, … – achtsames Essen kann so schön sein :-)

Doch damit nicht genug, denn nun war „Hoagascht“ angesagt: Gedichte, besinnliche Texte, Haikus aus dem 21-Tage-Retreat in Plum Village, Lieder auf der Gitarre und zauberhafte Klänge auf einer selbstgebauten Shakuhachi (japanische Bambusflöte) verwöhnten auch unsere Ohren und den Geist.

Da erschien auf einmal ein höchst sonderbares Wesen wie aus dem nichts: Es war nicht der Nikolaus, auch nicht Maitreya (der Buddha der Zukunft), aber er fesselte doch alle Anwesenden mit seiner Darbietung. Unter stillem Applaus (wir klatschen nicht, sondern wirbeln geräuschlos mit den Händen) verließ uns die geheimnisvolle Gestalt ebenso rätselhaft, wie sie gekommen war.

Hinter der großköpfigen Gestalt seht ihr übrigens den Weihnachstgruß, den uns die Eigentümer der Räume von der Kampfkunstschule Budokan hinterlassen hatten. Auf diesem Wege möchten wir ihnen auch ein schönes Weihnachtsfest und viel Freude beim Üben im nächsten Jahr wünschen. In diesen Räumen gibt es übrigens eine ganze Reihe weiterer interessanter Veranstaltungen, wie Yoga, Kundalini Meditation und Selbstverteidigung und Gewaltprävention für Menschen mit Behinderungen. Schaut doch mal in den Terminkalender.

Mit einer kräftigen Anrufung der Quan te Am (Avalokiteshvara), bei der wir in Gedanken auch in Kopenhagen waren, wo um das Schicksal der Erde gerungen wird, ließen wir dieses wunderschöne Fest ausklingen.

Das nächste Maitreya Fest gibts leider erst wieder in einem Jahr, doch zum Glück gibt es dazwischen jeden Monat die Gelegenheit einen Tag in Achtsamkeit zu verbringen, das erste Mal am Samstag, den 9. Januar 2010. Dazu sind wieder alle herzlich eingeladen, auch neue und Gäste, die nur mal unverbindlich reinschnuppern möchten. Mehr Infos auf den Seiten der GAL unter Veranstaltungen 2010 und dort auf Tag der Achtsamkeit klicken.

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