Nachruf

nocoming

Thich Nhât Hanh schreibt an ihn:

Lieber Karl,
du hast das getan, was du immer tun wolltest. Du hast das, was zu tun war, für dich selbst, für deine Lieben, für deine Ahnen, für deine Sangha und für das Dharma, getan. Heute bist du nicht mehr in dem Körper, den wir kannten, du bist in neuen Körpern und fährst fort damit, die Dinge zu tun, die du tun möchtest. Denn du hast das Dharma-Auge. Wir haben dich in dem, was du tun wolltest, unterstützt und wir möchten das weiterhin tun. Du hast uns in unserer Praxis und in dem, was wir zu tun versucht haben, von ganzem Herzen unterstützt, und wir möchten, dass du uns weiterhin darin unterstützt. Wir brauchen dich. Und wir wissen, dass du uns auch weiterhin unterstützen wirst. Du warst ein wundervoller Dharmalehrer und ein wunderbarer großer Bruder für viele von uns. Wir möchten, dass du in deinen neuen Erscheinungen so weitermachst. Du weißt sehr gut, dass es kein Kommen und kein Gehen gibt und wir fühlen deine starke Präsenz mitten unter uns. Lieber Karl, du bist jetzt «erneuert» worden und du genießt deine neuen Manifestationen. Lass uns weitergehen als Fluss.
Lass es uns genießen, mit dir den Hügel des einundzwanzigsten Jahrhunderts zu ersteigen, zusammen.

Der Fluss, von dem Thich Nhat Hanh spricht, trägt viele Tropfen, die Karl Schmied beigetragen hat:

1990 gründete er die Gemeinschaft für achtsames Leben Bayern e.V., und war all die Jahre ihr engagierter spiritueller Leiter. Mit Freunden zusammen rief er den Maitreya Fonds, ein Hilfsfonds für notleidende Kinder, alte Menschen und Leprakranke in Vietnam, 1992 ins Leben. Es war sein großes Anliegen ein wenig Linderung in dieses Land zu bringen. Die Zeitschrift «Intersein» wurde von ihm mitbegründet, herausgegeben und er gehörte der Redaktion an. Initiator und Mitbegründer war er ebenfalls beim Intersein Zentrum für Leben in Achtsamkeit – Haus Maitreya – in Hohenau. 2004 wurde das Praxis und Meditationshaus «Quelle der Achtsamkeit» eröffnet, das unter der spirituellen Leitung von Karl und Ilona Schmied ein Ort der Praxis geworden ist.

Lebensdaten, Nachruf, InterviewFotos

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